Zum Inhalt springen
NOCTAVE
NOCTAVE
0
Messreihe

Einspielen: was messbar bleibt

Wir haben zwölf Kopfhörer 200 Stunden lang laufen lassen und alle 20 Stunden gemessen. Das Ergebnis ist unspektakulär.

18. Januar 2026 · 7 Minuten Lesezeit

Der Aufbau

Zwölf Geräte, sechs dynamische und sechs planare, jeweils frisch aus der Fertigung. Dauerbeschallung mit rosa Rauschen bei 85 dB, Messung alle 20 Stunden am selben Kunstkopf, gleiche Aufsetzposition durch Vorrichtung.

Was sich geändert hat

Bei den dynamischen Treibern sank die Resonanzfrequenz der Aufhängung in den ersten 20 Stunden um durchschnittlich 4 Hertz. Im Frequenzgang zeigt sich das als Anhebung von 0,4 bis 0,8 Dezibel zwischen 40 und 90 Hertz. Danach war über 180 weitere Stunden keine gerichtete Veränderung mehr messbar.

Bei den planaren Systemen lag die Änderung über die gesamten 200 Stunden unter der Messtoleranz von 0,2 Dezibel.

Was wir daraus machen

0,4 bis 0,8 Dezibel im Tiefbass sind an der Hörschwelle – manche bemerken es, viele nicht. Weil wir die Frage nicht Ihnen überlassen wollen, lassen wir jeden dynamischen Kopfhörer vor der Abschlussmessung zwei Stunden laufen und wiederholen die Messung nach weiteren 18 Betriebsstunden im Dauerlauf.

Was wir nicht behaupten: dass sich nach 200 Stunden noch etwas tut. Unsere Messreihe zeigt es nicht.

Weiterlesen

Aus demselben Journal.

Grundlagen

Impedanz, verständlich

Warum 32 Ohm nicht „besser“ sind als 300 – und wann die Zahl trotzdem über Ihren Verstärker entscheidet.

Werkstatt

Das Polster ist ein Bauteil

Zwei Millimeter Höhe verändern den Bass um drei Dezibel. Deshalb ist der Wechsel von Ohrpolstern kein Zubehörthema.