Vier Sätze,
an die wir uns halten.
Kopfhörerbau ist keine Geschmacksfrage, sondern ein Kompromiss zwischen Masse, Steifigkeit und Dämpfung. Wie wir ihn schließen, steht hier.
Messen, dann behaupten
Jede Aussage auf dieser Website lässt sich nachmessen. Wo wir keine Messung haben, steht keine Behauptung – auch nicht über Kabel.
Der Antrieb entscheidet
Nicht das Material der Membran macht den Klang, sondern wie gleichmäßig Kraft auf sie wirkt. Deshalb bauen wir planare Systeme, wo es darauf ankommt.
Das Gehäuse ist kein Deckel
Eine Schale, die bei 96 Dezibel mitschwingt, addiert einen Ton, der nicht auf der Aufnahme steht. Wir fräsen deshalb aus dem Vollen.
Der Abstand zum Ohr
Zwei Millimeter mehr Polsterhöhe verändern den Bass um bis zu drei Dezibel. Deshalb ist das Polster ein Bauteil und kein Zubehör.
Planar oder dynamisch –
und warum beides bleibt.
Wir bauen beide Prinzipien, weil keines dem anderen in jeder Hinsicht überlegen ist.
Kraft über die ganze Fläche
Die Membran trägt eine geätzte Leiterbahn und liegt zwischen zwei Magnetreihen. Die Antriebskraft verteilt sich gleichmäßig – die Membran bewegt sich als Ganzes, nicht in Zonen.
- Sehr geringes Nachschwingen
- Verzerrung bleibt auch bei Pegel niedrig
- Schwerer und teurer in der Fertigung
- In unserer ORA und ORA Lignum
Wirkungsgrad und Leichtigkeit
Eine Schwingspule zieht die Kalotte im Magnetspalt. Das Prinzip ist alt, effizient und robust – und liefert mehr Pegel je Milliwatt, als ein Planarsystem je erreichen wird.
- Hoher Wirkungsgrad, mobil nutzbar
- Geringes Gewicht am Kopf
- Braucht sorgfältige Selektion in Paaren
- In VELA, KORE, NOKT und AURA
Wie wir messen –
und was das aussagt.
Ein Frequenzgang ist kein Zeugnis. Er zeigt eine Eigenschaft von vielen, und er hängt davon ab, wie gemessen wurde.
Wir messen am Kunstkopf nach IEC 60318-4, mit sechs Wiederholungen bei jeweils neu aufgesetztem Kopfhörer. Der Mittelwert wird auf ⅙ Oktave geglättet und bei 1 kHz normiert.
Die sechs Wiederholungen sind der Punkt, auf den es ankommt: Zwischen zwei Aufsetzvorgängen liegen im Hochton leicht drei Dezibel. Wer einmal misst, misst vor allem, wie er den Kopfhörer aufgesetzt hat.
Was eine Messung nicht zeigt: räumliche Abbildung, Verhalten bei Impulsen über die Zeit und die Frage, ob ein Kopfhörer nach drei Stunden noch angenehm sitzt. Deshalb schicken wir jeden Kopfhörer für 60 Tage zu Ihnen nach Hause.
Was Leute wissen wollen,
bevor sie kaufen.
Messbar sind Unterschiede im Widerstand und in der Kapazität, und diese wirken sich auf die Dämpfung im Hochton aus – bei niederohmigen Kopfhörern stärker als bei hochohmigen. Ob Sie den Unterschied hören, hängt von Ihrer Kette und Ihrem Gehör ab. Wir behaupten es nicht und verkaufen Kabel vor allem als Ersatzteil und wegen der Steckerform.
Bei dynamischen Treibern ändert sich die Aufhängung in den ersten Stunden messbar, danach kaum noch. Wir lassen jeden Kopfhörer zwei Stunden einlaufen, bevor wir die Abschlussmessung machen – Sie bekommen also ein eingespieltes Gerät. Planarsysteme verändern sich praktisch nicht.
Er trennt die Masseleitungen beider Kanäle und liefert an geeigneten Verstärkern mehr Spannung. Bei niederohmigen Modellen wie der ORA hört man vor allem den Leistungszuwachs, nicht die Symmetrie an sich. Wir liefern jeden Kopfhörer mit dem Abschluss aus, den Sie wählen – der Aufpreis ist der Materialpreis.
Weil sie ein eigenes Rauschen und ein spürbares Druckgefühl erzeugt und weil ihre Elektronik in wenigen Jahren veraltet ist, während das mechanische Gerät zwanzig Jahre hält. Unsere geschlossenen Modelle dämpfen passiv 20 bis 22 Dezibel – das reicht im Zug, nicht im Flugzeug. Diesen Kompromiss nennen wir lieber, als ihn zu verschweigen.